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Zuri wir kommen!

am 15.12.12 gehts wieder ins Land des Käsefondue der Schokolade und der exquisiten Tanzmusik zu unseren Freunden von Friedas Büxe.
Mit an Bord sind diesmal Sebo + Madmotormiquel, Kotelett & Zadak, Jan Mir, Verena Wi + Disko und als Local unterstützt uns Valentino.

31.08.2012

Ritter Butzke Nacht im SWEAT! Club zu Leipzig

DJs
David Dorad (Ritter Butzke, Bar 25, Bachstelzen, Berlin)
Madmotormiquel (Ritter Butzke, URSL Records, Berlin)

Kuriose Naturale (Ritter Butzke, Berlin)
Dilivius Lenni (Räucherkammer, Distillery)

Am Freitag, dem 31. August, dürfen wir eine Gesandtschaft des Berliner Clubs Ritter Butzke begrüßen. Um 2007 herum war dieses Etablissement von ein paar Partyenthusiasten auf dem Gelände der ehemaligen Aqua Butzke Werke im Herzen Kreuzbergs ins Leben gerufen worden; nach einem Dasein als illegaler Geheimtipp und einer Phase des Exils in der ehemaligen Ex-SED-Parteihochschule Karl Marx erfolgte 2009 die offizielle Eröffnung. Heute ist der Club, den man wohl getrost als einen der wichtigsten der Hauptstadt bezeichnen kann, trotz dreier Floors stets rappelvoll und hat seine charmante Nische im Berliner Clubzirkus gefunden. Aus dieser Trutzburg der zeitgenössischen elektronischen Tanzmusik machen sich also an diesem letzten Augustabend vier Rittersleut auf dem Weg in die Messestadt; es sind dies: David Dorad, Madmotormiquel und das Duo Kuriose Naturale. Angeführt wird der kleine Trupp von David Dorad, dessen Name unwiderruflich mit durchtanzten Nächten und Tagen in der legendären Bar 25 und den wilden Gelagen der Bachstelzen verknüpft ist. Des Weiteren wäre da Madmotormiquel, sonst oft mit seinem Waffenbruder Sebo anzutreffen, heute aber einmal solo unterwegs, der ebenfalls dem Bachstelzenlager entschlüpft und dessen Spezialgebiet House von deep bis technoid ist. Den Zug beschließen Kuriose Naturale, das Projekt der DJs Deph and TanaThan, die sich mit ihrem Technosound in diesem Sommer auch schon auf Sängerkriegen wie der Fusion oder dem Melt! goldene Sporen verdienen konnten. Verstärkung erfährt der Butzkesche Ritterorden vor Ort übrigens durch den getreuen Komtur Dilivius Lenni.

                                                                                                                                                                                                       

03.03.2012

Warschau-Expedition 2.0

Wir standen etwas verwirrt auf dem Bahngleis am Ostbahnhof am Samstag Nachmittag. Zwischen uns fuhren Familien vom Einkaufen in ihreVororte heim, während wir mit Konfetti und Getränken bewaffnet den Berlin Warschau Express erwarteten. Weder die Leute um uns herum noch wir waren uns im klaren was wir waren: Kegelklub oder Klassenfahrt ? Für den Kegelclub waren wir nicht betrunken genug und für die Klassenfahrt zu bunt. Den ersten Verlust mussten wir schon am Ostbahnhof beklagen, da es einer unserer potentiellen Mitfahrern es zwar immerhin zum Bahnsteig aber nicht mehr in den Zug schaffte.

Das erste Bier war schnell getrunken und je weiter wir richtung Polen kamen wurden wir eine Crew aus Bar, Djs , Organisatoren und Clubfreunden. Das I Phone ersetzte die Gitarre , aber wir hatten klare Beat entzugserscheinungen und so betätigten sich einige als Mc Gyver und übernahmen mal eben die Gegensprechanlage des Schaffners als DJ Pult. Der fand das wenig amüsant aber wir konnten wenigstens 2 Minuten vorfeiern. Selbstverständlich war das Licht im Abteil herausgeschraubt und durch ein Neon Blink Blink in eine Disco umgewandelt., eigentlich ganz gemütlich nur die Musik fehlte...

In Warschau erwartete uns klirrende Winterkälte und ein freundliches Begrüssungskomitee des Clubs. Wir wurden durch den samstaglichen Feierabendverkehr in einer vollen Tram richtung Club gelotst , ein weiteres mal von Einkäufern auf dem Heimweg in die Vororte mit komischer Mine begutachtet nur waren wir diesmal schon warmgefeiert und lachten zurück. Im Club wartete Essen , denn im Erdgeschoss befand sich das Clubeigene Restuarnt mit einer grosse Tafel für uns, die jeder Jugendherberge alle Ehre gemacht hätte. Hätte es den ekligen Herbergstee gegeben, aber es gab gutes , polnisches Bier zum Essen zu Cäsar Salat ,Spaghetti und Suppe als Nachspeise. Kaum hatten wir aufgegessen startete die Party. Um 10 öffnete der Club die Türen und es kamen sofort Gäste. Als Berliner kann man über solche Uhrzeiten nur staunen, aber schon um 11 hatte der grössere der 3 Floors eine kleine nette Party am köcheln.

Obwohl wir Berlin 600 Kilometer hinter uns gelassen hatten fühlte sich der Club ziemlich ähnlich an: Sofas, witzige Wandbilder und eine wilde, entspannte Mischung von Menschen. Stöckelschuhe und Studenten, alle Sexualitäten und viele unterschiedliche improvisierte Looks mischten sich zu einer entspannten und unprätentiösen Atmosphäre. Und wir hingen erst einmal im Postfutterkoma in unserer Backstagehöhle und bewarfen uns mit 80 Kilo Konfetti. Zeitweise dachte man in dem kleinen Raum man bekommt vor lauter Kram in der Luft eben davon keine mehr. Aus der Klassenfahrt wurde eine Kita mit überdrehten Kindern. Klarer Fall, wir waren warmgefeiert, es konnte losgehen. Wir mischten das Publikum im Club mit Musik und Konfetti auf. Die wunderten sich schon nicht mehr, denn die hatten gerade Spass mit den Dürerjungs und ihren Trachtenhüten und mit Aroma und der pinken Wollmütze. Auch der Rest der Crew machte dem Berliner DJ Ruf alle Ehre: Sven Dohse, Bela Brandes, Mario Aureo und Red Robin in einem unglaublichen Pingpong Set mit David Dorad. Der Laser von Lukas und Fabi tauchte den Club in ein irres Laserlicht . Der Wahnsinn färbte ab, die Party war wirklich gut. Um 4 , als sich die Tanzfläche etwas leerte sah man zum ersten mal das Konfetti Desaster, die 80 Kilo hatten so ziemlich den gesamten Boden mit einer 2 Centimeter dicken schicht aus Konfetti bedeckt, das hatte voher im Beutel so harmlos gewirkt nun sah man das ganze Schlamassel. Die Party wurde je später desto inniger, die Musik wieder deeper und für uns wurde es gerade richtig lustig als es eigentlich schon vorbei war. Um 8 mussten wir mit der ganzen Truppe samt Laser im Gepäck die Tram besteigen um den Zug nach Berlin zu bekommen. Mit ordentlich Wegebier gerüstet schafften wir den Rückweg zum Bahnhof ohne Verluste und wesentlich entspannter als am Vorabend, nun in einer fast leeren Tram.
Der Zug war dafür umso voller, die gemütlichen Abteile waren ein Großraumabteil und wir total durch und voll mit Konfetti. Eigentlich hätte man nur der Spur folgen müssen und man hätte uns bzw. die Party gefunden. Wir hatten noch nicht einmal die Vororte von Warschau erreicht da hatte die Mc Gyver Crew das Boardlautprechersystem unter Kontrolle. Es kamen Beats aus den fiesen Zuglautsprechern und wir wollten weiter Tanzen, bis ein hochroter, wutschnabender Schaffner uns androhte die Polizei zu holen und uns alle aus dem Zug zu werfen. Dummerweise hatte der Kollege vom vorabend gepetzt und ihn schon vorgewarnt, er brüllte was das für eine Sauerei hier sei und wir mussten verprechen keine bösen Scherze mehr zu machen. Das war das erste mal an diesem Wochenende, an dem sich Polen fremd anfühlte. Unsere kleine Party ging aber leise weiter bis wir 6 Stunden später , Sonntag Nachmittag am Ostbahnhof ankamen und die Konfetti Spur noch etwas weiter durch Berlin zogen....